Der Dachs und die Drossel

Von Stefanie Bosse

Herr Dachs saß eingemummelt in seinem Lieblingssessel – eigentlich das einzige Möbelstück in seiner Hütte – und zählte die Fussel auf der Wolldecke. Mehr war nicht notwendig, denn er kannte keinen Besuch und er selbst ging nur aus, wenn es sich nicht vermeiden ließ. Als die Fussel gezählt waren, kniff er seine Augen zusammen, um die Zahl vor seinem inneren Auge besser sehen zu können. Herr Dachs atmete zufrieden ein und war bereit. Für etwas Unberechenbares. Flippige Fliegen. Oh ja, sie sausen überall herum und zum ausruhen kleben sie an der Decke. Sausen und kleben ist für diese Vielflieger ein Muss und Herr Dachs muss zählen. Bei der Wuselei war das gar nicht so einfach, denn der Luftraum war stark ausgelastet. Er spürte eine innere Aufregung. Sein Ehrgeiz war geweckt, aber schon nach kurzer Zeit ärgerte er sich dermaßen über das unstete Verhalten der Fliegen, dass er wieder Ruhe in sein Leben bringen musste. Der Blick fiel auf die Holzwurmlöcher im Parkett. Die Dielen teilen die kleinen schwarzen Löcher perfekt in Streifen auf. Das erleichtert ihm das Zählen und er kommt nicht so oft durcheinander.
Als nun alles gezählt ward und dies geschah nicht zum ersten Mal, überfiel ihn ein Kribbeln. Ein Kribbeln, das er nicht wegkratzen konnte, denn er merkte nicht, wo es herkam. Aber eines wusste er, er musste aufstehen oder besser eine Pfote vor die andere setzen. Es trieb ihn raus. Er vergaß sogar seine Schritte zu zählen und als es ihm auffiel, wusste er nicht einmal, wo er war. In seinem Oberstübchen fiel die ganze Einrichtung kreuz und quer. „Bei meinen Streifen. Ich glaube, die Kribbeldingsdudelei hat mich befallen“, brabbelte er mit aufgerissenen Augen vor sich hin. Der Dachs und die Drossel weiterlesen

Was gibt es Neues?

Ich bin noch am Leben. Letzte Woche hatte ich Urlaub. Ich konnte ausschlafen und endlich all das machen, was ich wollte. Letztes Wochenende waren wir in Potsdam, San Souci, Freilufttheater von und mit dem Poetenpack. War gut, fing aber an zu regnen. Wir waren natürlich regensicher ausgestattet. Heute war ich den ersten Tag wieder arbeiten. Es ist ganz ruhig und blicke auf den Berg von Fotos, die ich noch bearbeiten muss. Ich habe T-Shirts für alle Kollegen bestellt und Nassklebeband für die Pakete mit dem neuen Logo drauf.
Dieses Wochenende habe ich an meiner neuen Webseite gesessen: (bitte gucken und meckern) http://stefanie-bosse.de/index.html

Dieses Bild muss ich euch zeigen. Ich habe diverse Ersatzsamenschieber fotografiert. Hihi
Ersatzsamenschieber

Vegane Lebensweise vs. toter Tiere auf dem Teller. Was ist erstrebenswerter?“

Niemand wird die Spritzputzpausen während des Textens bemerken. Mit diesem durchlaufenden Handicap im oder am rektalen Eingang möchte ich dem Wunschthema „Vegane Lebensweise vs. toter Tiere auf dem Teller. Was ist erstrebenswerter?“ auf den Zahn fühlen.

Das erste Wort was mich im diesem Zusammenhang stört ist erstrebenswert. Angestrebt und umgesetzt wurde es schon vor sehr langer Zeit. In dieser Zeit war der Mensch vom Tier kaum zu unterscheiden. Mittlerweile unbestritten ist die Tatsache, dass der Verzehr von Fleisch das Gehirnwachstum in eine gewisse Bahn gelenkt hat. In eine Bahn von der wir heute anscheinend profitieren. Ob dies bei jedem Mitmenschen in die richtige Bahn lief möchte ich an dieser Stelle bezweifeln. Nun sei es drum. Wir verwursten kleine Ferkel, schreddern männliche Küken und pumpen Milchvieh mit Antibiotika voll. Kurzum, wir halten Tiere wie die Schweine.

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Ich bin jetzt an einem besseren Ort: Woche 2

Hi an alle,
Ich hoffe, euch geht es gut.
Zur Zeit bereite ich alles für die Katalogerstellung vor. Ich habe auch schon ein Video über die Montage eines Tomatenzeltes gedreht. Der Videoschnitt kommt aber erst dran, wenn Zeit ist. Die Mittagspause macht man bei großer Hitze unter dem schattenspenden Walnussbaum oder ich gehe spazieren und pflücke Blumen. Hier gibt es einen romantisch anmutenden Schaugarten, den eine Gärtnerin mit Cowboyhut bewirtschaftet. Ich habe ganz tolle Fotos von Ihr geschossen und die Kamera ist der Hammer. Mit der Schlafumstellung komme ich nun klar. Ich schaffe es jetzt sogar wieder joggen zu gehen. In der ersten Woche wäre an sowas nicht zu denken gewesen. Ach und Fliegen gibt es hier, wie früher auf dem Dorf. Täglich verirrt sich eine. Die lassen sich aber von dem Mauszeiger nicht beirren.
Ich hoffe, ihr treibt es ganz bunt. Grüße

Ich bin jetzt an einem besseren Ort: Woche 1

Hi an alle, ich hoffe, euch geht es gut. Meine erste Woche hat ganz schön geschlaucht. Ich musste mich an das frühe Aufstehen gewöhnen. Ich habe so viel zu erzählen und ich darf so viele Dinge machen und ausprobieren. Ich habe so viele Ideen, ich weiß gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll.
Im August werden alle fotografiert – Big Picture.
Ich habe Fotos gemacht. Ich gucke aus dem Fenster unten rechts.
Nächste Woche erhält Björn auf Arbeit einen großen Brief. Keine Angst – ist nur was ganz schlimmes drin.
Grüße

bunte Knete aber braun

Ich habe mir erlaubt einige Jahresringe hinzuzufügen.

Muss dann mal liefern……

und zwar einen Beitrag.

Nun keine Angst. Es wird nichts, um überhaupt etwas zu schreiben. Dies zu tun umtreibt mich schon länger. Was mir in früheren Zeiten leichter fiel, muss jetzt immer abgewogen werden. Warum ist das so? Eine wissenschaftliche Recherche ist genauso langweilig wie hingekotztes Halbwissen. Ich denke die Mischung macht’s. Mehr Spaß macht es doch, wenn ihr ein Thema in den Raum werft und ich mich Kraft meiner Wassersuppe darüber auslasse. Natürlich ohne wochenlanges vorbereiten und Einlesen. Also meine Damen und Herren, auf geht’s.

2016-11-27_03h09_10